Wilker Kunst Köln 1959 NADA-Periode

WILKER “NO REVOLUSCHEN”

Wilker Kunst Museum Köln Bonn: Dokumentation über eine neue Kunstform. 50.000 Jahre Evolution. Von der Form des Naturraumes zur Form des Wissens. Abstrakte Kunst neu erleben! Prof. Dr. Neiza Teixeira “Verschüttete Wege” öffnet mit ihrer Publikation einen neuen Diskurs über das Lebenswerk dieses außergewöhnlichen deutschen Künstlers, der einen ganz anderen Weg in der modernen Bildkunst einschlug und Zeit seines Lebens unverstanden blieb.

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NEUES KUNST-PORTAL KÖLN

Wilker Kunst Köln 1

In Köln ist ein neues Kunst-Portal über zeitgenössische Kunst in Zusammenarbeit mit dem Erich Wilker Museum entstanden. Es wird mit international anerkannten Autoren aktuelle Themen über die moderne Kunst in unserer Zeit veröffentlichen und die Wirkung und Arbeit des Erich Wilker Museums wissenschaftlich unterstützen.
Bei Interesse schreiben Sie bitte an das Museum.
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Prof. Neiza Teixeira

> “Verschüttete Wege”,
eine Erkundung der Kunst Erich Wilkers

DIALEKTIK,
GRUNDLAGE NEUER BILDKUNST

Wenn der Mensch ein Produkt seiner Zeit ist, wie Hegel sagte, verkündet Erich Wilker durch seine Kunst diese Idee.

Wilker Köln Kunst NADA1962

 Wilker Kunst Köln NADA-Periode 1962

 

 

© Fotos Film oben:
Foto Pablo Picasso 1961:  bpk/Roger Pic/adoc-photos
Zeichnung Picasso 1928: bpk/RMN – Grand Palais/Franck Raux
Zeichnung E. L. Kirchner: VAN HAM/Sasa Fuis
Foto Joseph Beuys: Ute Klophaus

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EIN NEUER BLICK AUF UNSERE WELT

Was wir heute fordern – einschließlich dessen, wofür Al Gore den Nobelpreis erhielt – ist in dem Werk des Kölner Künstlers Erich Wilker vorhanden. Ein Aufruf zur Erhaltung und Anerkennung der Erde als notwendiges Element für das Verständnis dessen, was ein Kunstwerk ist, und dessen, was es enthüllen kann, wie Heidegger es wollte, macht es auch Erich Wilker, reich an Eleganz und Kraft. 

Zur gleichen Zeit, als Beuys behauptete, die Welt sei eine Plastik, dass also alles in der Welt Kunstwerk sei und der Mensch einen anderen Weg einschlagen könne als den bisherigen, schuf Erich Wilker in Köln Stück für Stück ein neues Habitat für den Menschen. Der Bau dieses Raumes begann mit einem neuen Blick auf die Welt.

Wilker Köln

Der Mensch und die Natur sind Kunstwerke, aber deshalb kehrt er nicht zum Naturalismus zurück; hier sieht man die Vorstellung einer Idee, kommt aber nicht beim Abstraktionismus an; da ist eine Erzählung, aber man kann deshalb nicht behaupten, wir stünden vor einem Werk des Figurativismus. So finden wir keine Folgsamkeit gegenüber den von der Kunst der Vergangenheit bestimmten Kriterien vor. Auf einer Ebene finden sich Natur, Mensch, Bewohner der gleichen Welt und die Vorstellung von dem, was aus ihr werden kann. Die Kontinuität, die nicht linear, sondern von Brüchen markiert ist, wird einer Figur zugewiesen, in der wir uns selbst erkennen und die zugleich jene ist, die wir in der Vorstellung, die wir uns von ihr machen, vereinigen.
Metaphysik? Vielleicht, wenn wir sie neu durchdenken.

Wilker-Kunst-Köln-Spätwerk2

> Wilker Kunst Köln Spätwerk 1999

 

DAS NEUE BILD DER MODERNEN KUNST

Parallel zur wissenschaftlichen Revolution entstand Mitte des 18. Jahrhunderts eine neue Kunstform, die heute als moderne Kunst bezeichnet wird. Eines der wesentlichen Ziele bedeutender Vertreter der Moderne wie Picasso, Cézanne, Matisse und Kirchner war die Unabhängigkeit oder Loslösung der Bildkunst vom Naturraum. Über die Reinheit der Farbe und Vereinfachung der Form formulierte Matisse das Recht, mit seiner Kunst “eine neue Welt zu schaffen”.
> Die Wegbereiter der Moderne…

PUBLIKATIONEN
VON ERICH WILKER

> Europa nach der Abstraktion (NADA- Periode) Erich Wilker in Köln 1962

> Die Haltung des Indifferentismus zur Frage der Kunst und Zeit.

Erich Wilker über die:
DIE VEREINFACHUNG IN
DER MODERNEN BILDKUNST

“Diese Entwicklung ist durchaus richtig und eine Steigerung und Klärung der Ausdrucksmöglichkeiten. Ich glaube jedoch, dass mit dieser Tendenz zur Vereinfachung die Tendenz der Isolierung des verbürgerten Menschen parallel läuft. Mit diesem Lebenswillen parallel zeigt sich eine verkümmerte Bewusstseinshaltung. Der Mensch windet sich aus der Verantwortung des Geschehens heraus. Das ist die große Tendenz unserer Tage, und zugleich auch die der Kunst.”

Wilker Kunst Köln Konzeptperiode 1967

> Wilker Köln Kunst 1967, KONZEPT-PERIODE.

 

DAS BEWUSSTSEIN
DER “AUSFÜLLENDEN NOT”

“Das Bewusstsein der gesellschaftsbestimmenden Elemente war zu unbedeutend, oder so sehr unopportun, ausrangiert, um der neuen Nach- Kriegs- Welt- Lage ein folgerichtig, philosophisch begründetes Neu- Gesicht, eine neue dritte Macht menschlicher Existenz zu geben oder gegenüber zu stellen. Anstelle besseren Wissens und Wollens pflegte man das Bewusstsein der ausfüllenden Not.”

> Erich Wilker in Köln 1967, KONZEPT- PERIODE

 

Wilker_Kunst

ERICH WILKER BUCH

Der Kölner Künstler Erich Wilker (1929-1999) hat ein grandioses Werk hinterlassen, ein Novum in der Geschichte der Kunst. In einer Zeit der Insolvenz, der Auflösung und Zweifel an der Ästhetik leistet er einen wichtigen Beitrag zu einem neuen Verständnis moderner Kunst.
Sein Sohn Andreas Wilker begann 1992 mit dem Bau des Museums, dass im Oktober 2001 eröffnet wurde. In den weiteren Jahren entwickelte er das in seiner Art und Geschichte heute beispiellose Kunstmuseum. In einem spannungsvollen Wechselspiel zeitgeschichtlicher Gegenüberstellungen mit Werken aus der Urzeit, der abendländischen Kunst bis zu Joseph Beuys, wird dem Besucher ein grundlegend neues Sinnbild moderner Bildkunst vermittelt.

Das Buch wurde nach dem Tod Erich Wilkers von seinem Sohn Andreas geschrieben. Es ist das erste umfassende Werk über das Leben dieses weitgehend noch unbekannten deutschen Künstlers. Andreas Wilker zeichnet ein vielseitiges Porträt. Ihm gelingt es, die „Form des Wissens“ als eine eigenständige, neue Sprache in der Bildkunst verständlich zu machen.
 
> Wilker Kunst Köln, 1929-1999

Wilker Köln Kunst 1999

> Wilker Köln Kunst SPÄTWERK 1999