Andreas Rosenthal

                    Ohne Titel (Düsseldorfer Doppel) 1993/94
                    Schabzeichnung auf gewachstem Papier,
                    150 x 215 cm


ANDREAS ROSENTHAL

biographie

 

“Meine Arbeit konzentriert sich seit 1992 wesentlich auf die Schabzeichnung:
Große Papierbahnen (bis zu 220 x 150 cm) werden gewachst und geschwärzt. Die schwarzen Papiere erfordern großzügige zeichnerische Spuren und somit ungewohntes Zeichengerät:
Mit Spachteln, Drahtbürsten, Handraspeln und Messern werden die Spuren in die Farbschicht geritzt um aus dem Weiß des zugrunde liegenden Wachses karge Bildzeichen zum Vorschein zu bringen. Oder im umgekehrten Fall Schwarz auf Weiß.

Das Ereignis des Zeichnens selbst, höchstens auf Armeslänge mit dem jeweiligen Schab- oder Kratzinstrument vom Papier entfernt, verhindert eine kontrollierende Übersicht; das heißt mitten im zeichnerischen Geschehen sein, in der Zeichnung insistieren; (und nicht wie noch früher, aus überschaubarer Distanz existieren).

Die jeweilige grafische Spur, den Kratzer, den Fleck, die Leere wieder und sogleich als Aufforderung zur erneuten Handlung zwischen Schwarz und Weiß zu ergreifen; hierin, in diesem Prozeß sind anfänglich äußere gegenständliche oder figürliche Anlässe aufgehoben-eingelöst.

Andreas Rosenthal 1992

Andreas Rosenthal im Internet
Lebenslauf
Ausstellungen

Auszeichnungen | Stipendien

1976 Stipendium des Landschaftsverbandes Westf./Lippe (LWL) für Gotland/Schweden
1977 Grafik-Förderpreis des Westfälischen Kunstvereins, Münster
1978 Stipendium der Aldegrever-Gesellschaft für Möhnesee-Wamel
1980 Studiogalerie des LWL
1994/1995 Arbeitsstipendium der Stadt Soest
2006/07 Arbeitsstipendium des „Kulturraum Leipziger Raum“, Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Dresden und der Denkmalschmiede Höfgen/Studios International, Grimma/Kaditzsch
2011 Gastatelier der Rakentenstation/Insel Hombroich, Neuss