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Akrobaten in Bewegung von Ernst Ludwig Kirchner 1910/11
Bleistiftzeichnung. gräulichem Papier.
© Foto: VAN HAM/Sasa Fuis

 


ERNST LUDWIG KIRCHNER

AUFBRUCH IN EINE NEUE WIRKLICHKEIT

Der Expressionismus war um 1900 die entscheidende Wendemarke der Modernen Kunst in Deutschland, auf die sich in den vergangenen 50 Jahren viele heute anerkannte Künstler beziehen.

Kirchner und die Brücke-Künstler hatten weit mehr im Blick als emotionale und spontane Ausdrucksmöglichkeiten oder seelisch-psychische Momente auszudrücken. Ein realistätsbezogener Dialog bei gleichzeitiger Neufindung abstrakter, geistiger Darstellungen war die innere Orientierung.

Mit dieser Neuschöpfung der Abstraktion erfährt der Betrachter im inneren Dialog mit der Wirklichkeit eine höhere und andere Wahrnehmung der Abstraktion, die an der Realität orientiert ist. Diesen Geist mit einer inneren Freunde, Farbe und Linie unmittelbar sichtbar zu machen, ist das innere Fundament dieser frühen und kühnen Moderne Anfang des 1900 Jahrhunderts.

 

Foto oben Erst Ludwig Kirchner 1919
Ernst Ludwig Kirchner war ein deutscher Maler und Grafiker und zählt zu den wichtigsten Vertretern des Expressionismus. Kirchner war ein Gründungsmitglied der Künstlergruppe Brücke. 1937 wurden sein Werk durch die Nationalsozialisten als „entartet“ gebrandmarkt. Über 600 dieser Werke wurden daraufhin verkauft oder zerstört. Ein Jahr darauf nahm er sich mit einer Schusswaffe das Leben.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Kirchners Arbeiten zunächst nur in Einzelausstellungen gezeigt. Erst nach der anlässlich seines 100. Geburtstags organisierten Retrospektive Ernst Ludwig Kirchner 1880–1938 ist eine stetige Zunahme von Ausstellungen zum Werk des Künstlers zu beobachten.

Ein wichtiger Faktor ist dabei das 1992 eröffnete Kirchner Museum in Davos, das außerhalb Deutschlands über die umfangreichste Sammlung zu dem Künstler verfügt und zahlreiche Ausstellungen erarbeitet hat.

Foto Kirchner und Texte unten ©: Wikipedia