Ernst Ludwig Kirchner

“Ich glaube, dass die Kunst dazu kommen muss,
einmal rein aus der Seele, ohne die Natur, zu arbeiten”
ERNST LUDWIG KIRCHNER, 17 Okt. 1919 

 

 

 

 

 

Der Expressionismus

Ankündigung einer neuen Wirklichkeit

Ernst Ludwig Kirchner war der Gründer und die Führungspersönlichkeit der Künstlergruppe “Brücke”, mit der im Jahre 1905 in Deutschland die Moderne auf radikalste Weise Einzug erhielt.
Seine Bedeutung für die Moderne unserer Zeit erklärt sich auch in der Verwurzelung seiner Kunst mit der Wirklichkeit. Eine nicht mit der Wirklichkeit verankerte Kunst war für Kirchner nicht denkbar und würde ihre existenzphilosophische Berechtigung verlieren.

In dieser unabdingbaren Verwurzelung zur Wirklichkeit findet sich eine bedeutende Übereinstimmung zu dem Werk von Erich Wilker. Die leuchtenden Farben und aufbrechenden Formen von Kirchner wirken in ihrer “ekstatischen Freude” wie die Andeutung einer neuen Welt, an deren Rausch und Freude der neuen Freiheiten sich eine notwendige Aufklärung und “Versachlichung” einfinden musste, um ein tragfähiges, vernunftbezogenes Fundament für die Kunst der kommenden 10.000 Jahre zu finden.