
"Kann der perspektivische Naturraum in der Bildkunst auch heute noch ein Bild unserer Wirklichkeit vermitteln? > weiter...
Abb.: Jan van Eyck, Bilödnis des Kardinals
Niccolo Albergati, um 1431, Silberstift
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In einer 17-min. audio-Aufzeichnung spricht Erich Wilker von einer neuen Wirklichkeit, einer neuen Landschaft des Denkens und einem neuen ABC in der Bildkunst. |
Niccolo Albergati, um 1431, Silberstift
Bildkunst
und Wirklichkeit
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Die Perspektive wird vermutlich in gleicher Weise ein zeichgeschichtliches Merkmal unseres Bewusstseins sein, so wie es die mythologische Bildkunst in Verbindung mit dem Naturraum über viele Jahrtausende war. Unser Verständnis von Wirklichkeit ist ein über Jahrtausende entwickeltes, zunächst weitgehend über das Auge erkanntes Begreifen, Sehen und Erkennen gewesen. Mit der Entwicklung von Bewusstsein, der Sprache, der Schrift, dem Wissen, veränderte der Mensch die natürlichen Strukturen in eine neue Kulturlandschaft. Wissen machte Bausteine des Lebens sichtbar, die über das Auge alleine verschlossen geblieben wären. Wir sehen & erkennen Wirklichkeit zunehmend über unser Denken. Wer heute mit dem Internet eine Reise tätigt, findet diese Wissenslandschaft als banale, altägliche Wirklichkeit. Von der ersten Orientierung bis zur Reise benutzen wir Geräte, Knöpfe, Karten, akustische und optische Signale, Strukturen, die alle über den Baustein des Wissens erkannt und nur über das Denken zu benutzen sind. Das ist die objektive Form des Wissens in unserer Wirklichkeit und in der Bildkunst von Erich Wilker. Seine Kunst macht Wirklichkeit als Teil unseres Wissens sichtbar. |



