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Erich Wilker
und der Bau des Museums

Erich Wilker war ohne Zweifel einer der bedeutendsten Künstler seiner Zeit. Prof. Dr. Dieter Ronte, viele Jahre Museumsleiter im Kunstmuseum Bonn, bestätigt das im Jahr 2002 bei seinem ersten Besuch im Erich Wilker Museum.
Zeit seines Lebens blieb das Werk von Erich Wilker unverstanden und unbeachtet, obwohl viele “Großen” seiner Zeit in ihm eine außergewöhnliche Persönlichkeit erkannten.

Wer mit ihm hautnah lebte, weiß von einer unerträglichen Unruhe und Anspannung, die alles um ihn herum vereinnehmen konnte. Erich Wilker war ein extrem unruhiger Geist, nie zufrieden, ein Zweifeln und Hinterfragen quälten ihn, rieben ihn ständig auf, zwischen den Stühlen, zwischen den Stunden, der Nacht und dem Tag. Zwischen eigener Identität, Missachtung seiner Qualitäten und erlebter, banaler Wirklichkeit.

So außergewöhnlich sein Lebensweg und seine Kunst ist, so ist auch die Entstehung des Erich Wilker Museums eine außergewöhnliche und mutige Geschichte.
Sein Sohn Andreas Wilker, von Kindesbeinen an im Studium der Kunst aufgewachsen und selbst als Künstler mit dem besten Examen nach 1945 auf der Kunsthochschule in Köln ausgezeichnet, entschloss sich nach dem Tod des Vaters ein Buch über ihn zu schreiben und das bereits im Bau befindliche Kunsthaus in Lohmar in ein Museum umzubauen. Mit einem täglich 18-stündigem Pensum entwickelte er das Museum und die Ausstellung in 23 Jahren zu einem der interessantesten Museen unserer Zeit.

Ein unvergesslicher Augenblick für jeden Besucher, der hier eine bewusste Erfahrung über sich und unsere Geschichte, von den frühen Anfängen bis zur Moderne unserer Zeit, erleben kann. “Kunst als Versachlichung von Bewusstsein” wie Erich Wilker selbst seine Kunst oft beschrieben hat. Vielleicht erkennen wir hier etwas von dem Wagnis Erich Wilkers, die Menschen in eine neue, bewusstere Zeit zu führen.

Bau des Erich Wilker Museums