
Das 1969 "auf den Kopf" gestellte Bild von Georg Baselitz ist eines der umstrittensten Bildmotive unserer Zeit.
Das Erich Wilker Museum versucht eine Objektivierung seiner Form.
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Abb. Erich Wilker 1962, NADA-Periode,
Mädchen an der Bar, Tusche auf Papier
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"Jede Zeit hat ihre Blasiertheiten. Heute sind diejenigen am einfältig=blasiertesten, die sich im Besitz von Modernitäten wähnen". Erich Wilker 1973 über die Post-Moderne |
Abb. Erich Wilker 1962, NADA-Periode,
Mädchen an der Bar, Tusche auf Papier
Das Bild auf dem Kopf
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Georg Baselitz liefert selbst keine objektive Begründung, warum sein Werk ab 1969 "auf dem Kopf" steht. Stellen Sie doch sein Werk (z.B. einen Katalog) mal "auf die Füße"! Sie erkennen sofort den unmittelbaren Bezug zum Naturraum. Das Bild auf dem Kopf hingegen vermittelt eine abstrakte Wirklichkeit. Vermutlich ist es das, was Georg Baselitz veranlaßte, sein Bild auf den Kopf zu stellen. Bemerkenswert bleibt die formale Nähe zum Frühwerk von Erich Wilker.
Die "Objektivierung" der Form war für ihn der Schlüssel zu einer neuen Bildkunst, die ihn 1966 zu der KONZEPT-Periode führt und zu einer grundlegend neue Darstellungsform heutiger Wirklichkeit. |



