Erich Wilker
KONZEPT-PERIODE 1966-1970

Die Reduzierung auf das Wesentliche kennzeichnet die 1966 beginnende KONZEPT-Periode.

Über den konsequenten Verzicht auf stimulative und malerische Wirkung findet Erich Wilker eine neue Urform in der Darstellung unserer Wirklichkeit, jenseits des Naturraumes. Erich Wilker sucht nicht mit dem Passepartout einen neuen Ausschnitt aus der “Natur”, verwischt, surrealisiert oder abstrahiert diesen nicht weiter, sondern beschreibt wieder konkrete Wirklichkeit. Figuren, Gestalten, Physiognomien, Situationen und Requisiten finden zu einer neuen Beziehung zur Landschaft, die Architektur des Wissens bestimmt die Form.

Diese Neufindung von Bildkunst ist vergleichbar mit der Findung des ersten Sinnbildes in der Urzeit vor ca. 30.000 Jahren, als der Mensch erstmals die Form des Naturraumes auf einer Höhlenwand darstellte.

 

Zeichnungen aus 1966 und 1968,
beide ohne Titel, Tusche und Bleistift auf Papier.

Handschrift: Erich Wilker “Historismus”
17.09.1969

Foto: Erich Wilker, Berlin 1973
“no revoluschen”
in der Galerie Ben Wargin,
Foto:Manfred Hamm