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Vorlage11.3

 

 

 

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ERICH WILKER

 

Von Dr. Alfons W. Biermann, August 2002

Wilker war der Vordenker einer neuen Philosophie der Ästhetik, Schöpfer einer anderen Wirklichkeit in der Kunst und damit einer der wichtigsten Künstler seiner Zeit.

Sein künstlerischer Lebensweg, der ihm auf dem Höhepunkt seines Schaffens die Anerkennung und Bewunderung der Fachwelt einbrachte, führte ihn folgerichtig weiter in eine neue, lange Zeit nur ihm eigene und verständliche Welt, die vergleichbar anderen großen Künstlern des 20. Jahrhunderts in eigenen Metaphern eine eher kryptographisch anmutende Bildwelt schuf.
Sie zu entschlüsseln, stellt höchste Ansprüche an ihren Betrachter.

Wilker hat Zeit seines Lebens künstlerische Theorien erforscht, Anschauung gesammelt, Anstoß genommen, Fragen gestellt und Antworten gegeben oder gesucht. Sein hellwacher Geist hat ihn bereits in seiner unruhig suchenden Jugendzeit und zeitlebens danach davor bewahrt, Maler des Schönen zu werden. Es war auch seine Sache nie, einem einmal ausgewählten Sujet, Stil oder einer Strömung bzw. Mode zu folgen, um mediokre ästhetische Ergebnisse zu produzieren und in den Museen und Galerien bzw. den Häusern der Sammler Applaus zu finden. Wilker blieb unkorrumpierbar. Er schielte weder nach den Wünschen der Käufer noch nach Geld und Reputation. Ebenso lag es ihm fern, eine einmal gefundene Masche zu kultivieren. Das überließ er den vielen anderen unter seinen Kollegen, die den unmöglichen Versuch machten, die Welt in eine blaue oder rote Fläche zu bannen. Einige haben es selbst gestanden, dass man ihnen eine Änderung der lästig gewordenen Manier Nägel zu klopfen oder Draht zu biegen nicht mehr abgenommen hätte. Denn sie hatten es schwer, ihren zugegeben bisweilen gelungenen Ästhetizismen eine künstlerische Philosophie zu unterzulegen, welche einer Änderung ihrer weiteren Entwicklung und anderen Ideen am Ende im Wege stand.

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Weitere Informationen über Erich Wilker:

Standort neuer Bildkunst
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